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Das iPhone in Japan wird immer beliebter und gerade deshalb werden Nutzungsstatistiken recht interessant. Das japanische Marketing Consulting Unternehmen imj mobile hat dazu Mitte September ca. 300 iPhone und iPod touch User zur Nutzung befragt. Die Ergebnisse gibt es hier.

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Die meisten der Befragten kommen aus den urbanen Gebieten rund um Tokyo, Osaka und zwischen den beiden Städten. Rund 300 Leute wurden befragt mit gleichen Anteilen von Männer und Frauen. Unterteilt in Altersgruppen von 10-19 Jahren, 20-29 Jahren, 30-39 Jahren und über 40 Jahren, die recht gleich verteilt sind, gibt es scheinbar keinen besonderen Fokus auf eine bestimmte Nutzerschaft.

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Bei der Frage, welche Funktionen des iPhones die Umfrageteilnehmer schon benutzt haben, gaben jeweils mehr als 80% Email und Telefongespräche an, dicht gefolgt von Web-Surfing und Musikwiedergabe.  Youtube und Google Maps wurden zwar auch schon einmal benutzt. Schaut man sich jedoch die Nutzungshäufigkeit der Funktionen an, spielen die Google Dienste so gut wie keine Rolle – nicht zu letzt auch deshalb, da es in Japan Angebote gibt, die mehr auf den Geschmack der Japaner eingehen wie Niconico Douga oder spezielle LBS. Im Vordergrund stehen vor allem Web-Surfing, Email, Musikwiedergabe und Games.

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Doch wie verhalten sich die Japaner beim Thema Applikationen? 91% gaben an, schon eine Applikation heruntergeladen zu haben. Dabei haben 94,1% der Befragten freie Applikationen heruntergeladen. Doch 58,6% haben schon eine Applikation gekauft. Auch hier scheint sich eher das Verhalten der iPhone User weltweit widerzuspiegeln – ganz im Gegensatz zum Android Market, wo Apps vergleichsweise wenig gekauft werden.

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Das App-Budget müssen sich bei den meisten Nutzern entweder 2-3 Anbieter oder 6-10 Anbieter teilen. Freie Apps werden auch in Japan wesentlich häufiger heruntergeladen: 60% der Nutzer von freien Apps gaben an, mehr als 6 Applikationen zu haben – 20% der Nutzer haben sogar mehr als 21 Apps. Für Games zahlen die Japaner mit Abstand am liebsten, gefolgt von Utilities, Foto-Programmen, Business- und Musik-Apps und eBooks. Interessant ist, dass scheinbar mehr als die Hälfte der Befragten, die schon eine App gekauft haben, mehr als 600 Yen (ca. 5 Euro) bezahlt haben und fast 20% haben schon einmal 1000-3000 Yen für eine App ausgegeben. Bei den freien Apps sind neben Games Wetter-Apps, News, Entertainment und eBooks am beliebtesten.

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Nach wie vor scheint Apples App Store der Ort zu sein, wo die meisten Nutzer auf Applikationen aufmerksam werden. Danach folgen Blogs und Social Networks, Empfehlungen von Freunden. Werbung im Internet über Banner oder auch im Fernsehen oder Radio spielen fast gar keine Rolle.

What I think: Zwar laden sich Japaner sehr viele kostenlose Applikationen herunter, doch der Anteil der paid apps ist recht hoch. Neben den typischen Vertretern wie Games, Wetter-Apps und Productivity-Tools werden auch eBooks bzw. Magazine immer beliebter. In diesen Bereichen lassen sich daher auch zukünftig gute Ideen für Konzeption und Umsetzung der Apps finden. Eine App-Schau wird hier noch demnächst folgen.

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Via: IMJmobile

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