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Bekanntlich pusten ja jedes Jahr mehrere Taifune über Japan und der Boden fühlt sich auch ab und zu nicht gerade fest an. Als wäre das nicht genug, machten den Japanern im letzten Sommer besonders die sog. Guerilla-Unwetter zu schaffen – kleine, aber heftige Gewitter, die so plötzlich verschwinden wie sie entstehen. Weil diese Gewitter nicht von Regenradarsystemen oder dem AMeDAS erfasst werden können, startete Ende Juli letzten Jahres Weather News aus Tokyo den Service Guerilla-Unwetter-Mail ゲリラ雷雨メール.

Das Prinzip dabei ist relativ simpel: beobachtet jemand, dass ein Gewitter entsteht, schickt er der Zentrale schlicht ein Foto, das dann ausgewertet wird. Gibt es ausreichend Anzeichen für ein Gewitter werden anschließend Guerilla-Mail-Abonnementen per Mail informiert.

Die Präzision der User Generated Weather News liegt bei 60-70%, was sicher auf die vielen Nutzer zurückzuführen ist, die die Unwetter melden – allein drei Monate nach dem Start berichtete Weather News, dass sich über 10.000 aktive Nutzer bei Guerilla-Unwetter – bei 50.000 Nutzern ist das kein schlechter Schnitt.

Bis dieses Jahr sollte der Dienst auf 10 Minuten Genauigkeit zu verbessert werden. Vorhersagen von Herbststürmen oder starkem Schneefall sollen ab diesem Jahr auch möglich sein.

Der Dienst kostet momentan 315 Yen pro Monat, was ca. 2,30 Euro entspricht, und schaltet Anfang Juli die Anmeldung für die Teilnehmer wieder frei – mitten in der Regensaison und pünktlich vor den Unwettern.


Via: Mainichi, IT Media, Weather News

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